Unsichtbare Abnahme bei Amigurumi: Sauberer häkeln in Runden

Beim Formen von Amigurumi müssen Maschen an bestimmten Stellen reduziert werden. Eine verbreitete unauffällige Abnahme kann dabei helfen, sichtbare Lücken zu reduzieren und ein ruhigeres Maschenbild zu erhalten.
Warum überhaupt abnehmen?
Abnahmen verändern den Umfang einer Runde. Dadurch können aus einfachen runden Grundformen beispielsweise Köpfe, Körper oder andere dreidimensionale Teile entstehen. Die Anzahl und Position der Abnahmen bestimmt immer die jeweilige Anleitung.
Das Grundprinzip
Bei einer verbreiteten Methode werden die vorderen Maschenglieder zweier aufeinanderfolgender Maschen aufgenommen und anschließend gemeinsam verarbeitet. Dadurch liegen weniger Material und weniger sichtbare Schlaufen übereinander als bei manchen klassischen Abnahmen.
Langsam üben
- Markiere zunächst den Rundenanfang.
- Arbeite bis zu der Stelle, an der die Anleitung eine Abnahme verlangt.
- Nimm die vorgesehenen vorderen Maschenglieder kontrolliert auf.
- Arbeite sie entsprechend der Technik zusammen.
- Zähle am Ende der Runde deine Maschen.
Fadenspannung kontrollieren
Ziehe die Abnahme nicht extrem fest. Sie soll sich in das übrige Maschenbild einfügen. Wenn die umliegenden Maschen deutlich größer oder kleiner wirken, übe die Bewegung zunächst an einer Probe.
Typische Fehler
Wer versehentlich beide vollständigen Maschen statt der vorgesehenen Maschenglieder aufnimmt, erhält ein anderes Ergebnis. Auch eine falsch platzierte Abnahme kann die Form verschieben. Deshalb sind Markierer und regelmäßiges Zählen besonders hilfreich.
Abnahmen verteilen
Bei symmetrischen Formen werden Abnahmen oft nach einem bestimmten Rhythmus verteilt. Folge den Zahlen deiner Anleitung und ändere die Position nicht ohne Grund.
Vorher Grundlagen festigen
Wenn du noch Schwierigkeiten mit Runden hast, lies zuerst Häkeln in Runden. Für den gesamten Einstieg hilft außerdem Amigurumi für Anfänger.